| NAME DES ALBUMS: |
... Valerian´s Kommentar:
Das Neueste ist immer oben
|
Bewertung: |
|
Son de Cali - Estilo propio, |
Cali, wohl die meist umsungene lateinamerikanische Stadt wird hier in einer neuen Formation für den Bandnamen genutzt.
Willy García und Javier Vásquez beide ehemalige Sänger von Grupo Niche haben sich zusammengetan und Ihre langjährige Erfahrungen in ein beachtlich gutes Album umgesetzt.
Der Titel Son de Cali stammt aus der Feder von Omar Alfanno (schrieb bisher viele Songs u. a. für Victor Manuelle) einer von Eddie Santiago und insgesamt 6 Songs vom Willy Garcia selbst. So was verstehe ich unter Professionalität, wenn man nicht nur Sänger, sondern auch noch ein wirklich guter Songwriter ist.
Das Resultat dieser zwei routinierten vocalistas: Salsa colombiana con clase, angenehmes Tempo und ein astreiner Sound.
Anspieltipps: Cómo estás, Y entonces, Son de Cali und Otra vez.
|
Songs: * * * * Sound: * * * * 1/2
|
|
Spanish Harlem Orquestra – Un gran día en el Barrio, |
(Die CD kann man zum Bestellen anklicken)
Man liegt zur Zeit voll im Trend, wenn man die Hits der 60er und 70er Jahre neu interpretiert und diese damit wieder aufleben lässt. Dies ist ja, seit „Buena Vista Social Club“, im Prinzip absolut nichts neues, jedoch wenn man auf einem solch hohem Niveau „covert“ ist diese CD besonderer Aufmerksamkeit wert.
Oscar Hernandez, bekannt als Pianist aus seiner Zeit bei Ruben Blades oder Manny Oquendo’s Libre, hat dieses großartige Projekt ins Leben gerufen um uns mit „Un gran día en el Barrio“ einer bestens selektierten Kollektion an altbekannten Salsa, Mambo, Bolero oder Cha cha chá Hits zu präsentieren u.a. von Legenden wie ein Tito Rodriguez oder Willie Colon.
Aprende a querer, Tambori, La Banda, Vale mas un guaguanco oder Mama Guela sowie La música es mi vida, welche bereits in mehreren Chart Listen gesichtet wurden.
Diese Qualität benötigt die erfahrene Musiker bzw. Sänger und davon hat dieses Album genug zu bieten.
Jimmy Sabater, Herman Olivera, Ray de la Paz, Frankie Vasquez, Ray Vega, Ozzie Melendez oder Mich Frohmann am Bariton Saxophon aus den legendären und unvergesslichen „Tito Puente Zeiten“.
Fazit: Ein muss für Fans der Latin Oldie Hits.
|
Songs: * * * * 1/2 Sound: * * * * 1/2
|
|
Issac Delgado – Versos en el cielo, |
(Die CD kann man zum Bestellen anklicken)
Lange ist es her als Issac Delgado die Charts stürmte mit Megahits wie „La vida es un carnaval“ und ganz plötzlich ohne großen Presserummel, zumindest nicht in Europa, wie aus dem Nichts meldet sich Issac Delgado zurück mit seinem neuen Album.
Wie auch bei seinem letzten Album „La Formula“ ist hier ebenfalls seine „Zauber„ Formel verwendet worden und die nennt sich: Hörgenuss pur, Qualität, Individualität, Texte mit Sinn und Tiefe sowie handgemachte Musik aber auch um keinen Preis der Welt „musikalisch gesehen“ seine Wurzeln, also Kuba, zu vergessen. Diese Faktoren haben bzw. hatten bei Issac Delgado schon immer absolute Priorität und nicht die heutzutage zu sehr verbreitete rein „Verkaufszahlen orientierte“ Produktionstechnik.
Man ist selbst Trendsetter, was bei kubanischen Interpreten sehr oft der Falls ist, dass man es nicht nötig hat irgendwelchen kurzlebigen Modetrends hinterher zu springen. Einige gute Beispiele dazu sind wohl unbestritten Größen wie Los Van Van, Celia Cruz, Manolito y su Trabuco, Gloria Estefan oder all diejenigen Mitwirkenden des „Buena Vista Social“ Clubs um nur einige wenige zu nennen.
Dass dadurch auch hier viele Musiker der kubanischen Elite mit im Studio dabei waren, versteht sich wohl von selbst.
Somit ist dieses Album für anspruchvolle Hörer die richtige CD und nicht unbedingt für diejenigen die eine totale Tanzflächen taugliche „ein Radiohit jagt den anderen“ CD erwarten.
Bleibt nur zu hoffen dass man Ihm dies auch dementsprechend würdigt, diese CD auch kauft und nicht wie leider viel zu oft Ihn in die Hitparade der meist „Raub kopierten CD’s“ in die Top 10 katapultiert.
Anspieltipps: Corazon, corazon; Yo te quiero Maria und Orden del dia.
|
Songs: * * * * 1/2 Sound: * * * * 1/2
|
|
Victor Manuelle - Le preguntaba a la luna, |
(Die CD kann man zum Bestellen anklicken)
Der Megastar aus Puerto Rico meldet sich zurück mit seinem neuen Album.
Wer seine bisherigen Alben kennt, dem wird auffallen das Victor Manuelle immer besser wird. Er versteift sich nicht auf die immer selben Arrangeure, Musiker, Produzenten, sowie Songwriter und dies bringt immer wieder neue Elemente und Finessen in seine Songs, ohne sich von seinem altbewährten Stil abzuwenden.
Unter all den Musikern sind auch einige bekannte Größen wie Bobby Valentin (Bass) und Gilberto Santa Rosa (Background Vocals)
Diesmal bietet uns Victor mehr Abwechslung und völlig ungewohnt auch zwei richtig schnelle Salsa Songs. Dies hängt damit zusammen dass die letzten Jahre einfach viel zu viel lahme Herzschmerz „Salsa romantica“ produziert bzw. im Radio und Clubs gespielt wurde. Einer davon „Sabor a beisbol“ hatte schon Deutschlandpremiere, da ich diesen Song vorab als „Promo CD“ hatte. Trotz des ungewohnt hohen Tempo wurde er von einigen Tänzern erkannt dass es nur vom Victor Manuelle sein kann und erstaunlicherweise auch die Rap-Gesangsparts vom altbekannten Ex DLG Rapper! Er hat es schon immer verstanden wie man, Liebe, Romantik, Traurigkeit aber auch Freude in Text, Melodie und Arrangements kombiniert bzw. in gute Songs umsetzt.
Fazit: alle die großen Record Labels, und alle mit beteiligten in diesem sehr hartem Business haben aus der Vergangenheit gelernt „Überkommerzialisierung des Genres Tropical Music“ und es endlich erkannt dass man nur noch mit Qualität überleben kann. Dies hat zur Folge dass die Quantität an Salsa Produktionen, zu gunsten der Qualität, reduziert wurde.
Anspieltipps: Le preguntaba a la luna, De qué me acusas, Tengo und Sabor a beisbol.
|
Songs: * * * * 1/2 Sound: * * * * 1/2
|
|
Wayne Gorbea - Fiesta en el Bronx, |
(Die CD kann man zum Bestellen anklicken)
Nach mehreren Hits wie Cogele el gusto, El Yoyo, Estamos chao hat sich Wayne Gorbea, mit seinem unverwechselbaren Stil, zu einer wahren „Salsagröße“ etabliert.
Kaum ein DJ oder Radiostation welche nicht „El Yoyo“ bis zum geht nicht mehr spielte und somit auch kaum ein Tänzer/Tänzerin der/die nicht zu diesem Megahit tanzte.
Mambo, Salsa Dura, Cha cha chá und Descargas sind seine Spezialitäten welche kaum ein anderer Pianist so originell, virtuos bzw. kraftvoll spielt wie Mr. Gorbea.
Er ist einer der Pioniere dem wir es zu verdanken haben dass bei Salsaproduktionen wieder mehr die Qualität im Vordergrund steht und nicht die Verkaufszahlen orientierte Produktionskriterien der großen Record Labels.
An dieser CD gibt es nichts zu kritisieren!
Perfekter Sound, sehr abwechslungsreich, routinierte bzw. erstklassige Musiker mit Top Arrangements.
Fazit: Old School Salsa vom feinsten; handgemachte Musik mit Seele und Tiefe sowie ein ansprechendes CD Cover. Ein muss für alle die Musik auf höchstem Niveau mögen!
Anspieltipps: Clavo y Martillo, Fiesta en el Bronx und Estamos en Salsa.
|
Songs: * * * * * Sound: * * * * *
|
|
El Vacilon - Tortilla Party, |
Luis & Moon präsentieren einige ihrer unzähligen Highlights der New Yorker „every weekday“ Radioshow “El Vacilón de la mañana” auf CD.
Mit extrem zweideutig verdrehten Texten interpretieren die beiden, Salsa; Merengue und andere bekannte Hits. Sehr oft hört man den vorgeschriebenen US- typischen Pfeifton, welcher auf eine Zensur dieser Zweideutigkeiten hinweist. Der Titel "Tortilla Party" kann in diesem Fall als "Lesbian Patry" übersetzt werden. Oft geschieht dies auch live im Beisein von namhaften eingeladenen Gästen, wie z.B. Gilberto Santa Rosa, Manny Manuel, Thalia, Ruby Perez, Los Rabanes um nur einige wenige zu nennen. Auch vor anonymen Anrufen bei, im Telefonbuch per Zufall, ausgesuchten Personen schrecken die beiden nicht zurück! Auch nicht dann, wenn der angerufene absolut keinen Spass versteht und am liebsten Luis & Moon auf den Mond schießen würde. Bestes Beispiel dafür ist das Thema Cabeza de huevo!
Ein weiteres Beispiel für diesen Humor „unlimited“ ist der Spitzname des Sohnes von Mr. Moon: Er nennt Ihn „Mooncito“
Einfach genial!
|
Songs: * * * * * Sound: * * * * *
|
|
Kalimete - ?????, |
Señor Kalimete stellt uns vor ein unlösbares Rätsel: was bedeuten die 5 Fragenzeichen getarnt als CD Titel?
Aber eins ist sicher! Nachdem der Merengue die letzte paar Jahre etwas abgesackt war, weil eine Übersättigung statt fand bzw. weil Merengue immer etwas monotoner klingt als Salsa! besonders dann wenn man die Texte nicht versteht. Kalimete serviert uns deshalb mal was sehr eigenartiges. Für das absacken war bzw. ist die Musikindustrie verantwortlich, denn wenn man über 3 Jahre lang fast ausschließlich nur noch „Suavemente Plagiate“ zu hören bekommt wird es Zeit was anderes zu probieren. Kalimete’s Antwort auf diese Monotonie: viel Swing, dezente Bachata Gitarre, viel Humor in den Texten und eher zurückhaltend im Tempo, denn der „180 BPM Knochenbrecher Merengue“ ist halt auf die Dauer auch nichts für mitteleuropäische Tanzgewohnheiten. Manche wagen hier sogar den Vergleich mit Mala Fe.
La vecinita oder No me dejan salir, sind so die typischen Beispiele und wer auch noch Reggaeton mag „Amaneciendo“ auch als Salsa Version bekannt.
Domonicanos de pura cepa!
|
Songs: * * * * Sound: * * * *
|
|
Jorge Herrera - Castigando!!!, |
Jorge Herrera war früher bei La Misma Gente und dies hört man auch an seinem Stil.
Die Selektion der Songs prägt diese CD und sorgt für Abwechslung. Salsa, Son montuno, Cha cha cha, Mambo und Descarga.
Salsa „Made in Colombia“ erlebt momentan große Popularität, Tributes, Medleys oder Megamixes sind voll im Trend. Das zweite Halbjahr 2002 scheint sich wohl total auf diesen Trend zu fokusieren und es ist bei Salsa genauso wie bei jedem anderen Musikstil völlig normal dass man den Notenschlüssel bzw. die Harmonielehre beim „komponieren“ nicht nochmals neu Erfinden kann und immer wieder auf unsterbliche Klassiker zurückgreifen wird. Trotzdem eine gute Produktion !
|
Songs: * * * * Sound: * * * *
|